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Integration heißt "Herzliche Aufnahme"!

Hans-Peter Schäfer, BundesjugendleiterHans-Peter Schäfer, Bundesjugendleiter

Ein Hamburger in München, ein Berliner in Dresden, ein Schwabe in Berlin: das ist nichts Besonderes. Oder doch? Muss man sie integrieren, weil sie anders = andere Sprache sind als diejenigen, die schon immer da waren? Niemand käme auf den Gedanken, von Integration zu reden, und doch wird sich jeder der Erwähnten angliedern, ohne die eigene Identität aufgeben zu wollen. Wie ist das aber, wenn „Andere“ zur Jugendfeuerwehr kommen? Sind „Andere“ schon die vom Nachbarort oder erst der Junge mit anderer Hautfarbe? Oder anderer Sprache? Oder anderer Nationalität? Unsere langjährige Jugendfeuerwehr-Kameradin Fabrizia, geboren in Deutschland, wird – ebenso wie alle anderen – nie auf den Gedanken kommen, es sei etwas anderes, wenn Guiseppe einen Aufnahmeantrag stellt. Guiseppe ist integriert.

 

Integration heißt nichts anderes als „Herzliche Aufnahme“! Jede und jeder, der bei der Jugend feuerwehr mitarbeiten möchte, ist willkommen. Natürlich haben wir eigene Verhaltensregeln, aber ohne gemeinsame Absprachen (und nichts anderes sind Regeln) funktioniert eine Gruppe, und ist sie auch noch so klein, nicht. Klar ist auch, dass wir die Art und Weise unseres Zusammen seins nach demokratischer Weise festlegen.

 

Wir sollten aber auch allen in unserer Gesellschaft mitteilen, dass es uns, die Jugendfeuerwehr, gibt. Dazu gehen wir einen Schritt auf diejenigen zu, die uns noch nicht so richtig kennen. Ein Schritt von uns Jugendfeuerwehr, und wir sind vielen so nahe, dass wir ganz unkompliziert darstellen können, wie wir denken und was wir sind: umgänglich und sportlich, zielgerichtet und abenteuerlich, kameradschaftlich und liberal, zupackend, fordernd und fördernd. Integration heißt Grenzen und Hindernisse, die vorhanden aber störend sind, zu beseitigen. Grenzen in unserem Denken werden durch Taten nivelliert, Hindernisse durch Aktionen überwunden. Integrieren beginnt mit einer einfachen Übung: Lasst uns es tun!

 

Hans-Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr