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"Kieler Erklärung" und neue Spitze
DJF-Delegation bezieht Stellung bei DBJR-Vollversammlung

Kiel - Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) hat auf seiner Vollversammlung in Kiel die „Kieler Erklärung“ beschlossen. Darin fordert er eine Jugendpolitik, die das individuelle Recht auf Kindheit und Jugend sichert. Er erwartet außerdem eine Politik der sozialen Gerechtigkeit, die allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Teilhabechancen und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung bietet.

 

Durch die anstehenden Wahlen bekam der DBJR-Vorstand ein neues, junges Gesicht. Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Detlef Raabe ist Sven Frye (33). Das Vorstandsteam bilden zudem als Stellvertreterinnen Kathrin Moosdorf (28, Pfadfinderinnenschaft St. Georg), Ursula Fehling (27, Bund der Deutschen Katholischen Jugend) und Natalya Bilgic (23, Deutsche Jugend in Europa) sowie als Stellvertreter Florian Dallmann (39, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland), Dirk Neumann (35, DGB-Jugend) und Alexander Bühler (37, Arbeiter-Samariter-Jugend).

 

Der DBJR begrüßt unter anderem, dass die neue Regierung die Förderung der Partizipation und der Mitgestaltungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen angekündigt hat. Allerdings vermisst der DBJR ein klares Bekenntnis zu den Jugendverbänden und -ringen. Immerhin engagieren sich dort weit über 5,5 Millionen junge Menschen ehrenamtlich. Das im Koalitionsvertrag formulierte Verständnis von Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe teilt der DBJR. Im Sinne einer ganzheitlichen Bildung darf sich das Engagement nicht ausschließlich auf die formale Bildung, beispielsweise in Schulen, beschränken. Quelle: Deutscher Bundesjugendring

 

Jugendsprecher Max RoehrichJugendsprecher Max Roehrich

Für die Deutsche Jugendfeuerwehr nahmen der Bundesjugendsprecher, Max Julius Roehrich (16), Finn Döhring (18) und Christian Patzelt - die mit Abstand jüngste Delegation der Versammlung. "Wir haben uns als Mitantragsteller ganz klar für eine Doppelspitze mit Teilhabe einer weiblichen Vorsitzenden ausgesprochen", berichtet Jugendsprecher Max. "Damit wollten wir signalisieren, dass der DBJR auch als Vorbild für seine Verbände agieren sollte." Das Thema wird nun in kommenden Sitzungen vertieft.

 

Zudem wiesen die Jugendfeuerwehrvertreter noch mal auf die Bedeutung im Umgang mit der Bedrohung Rechtsextremismus hin.