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Vereinbarung des Deutschen Jugendfeuerwehrausschusses - 23.04.2020

Die Corona-Krise trifft uns alle: Das Leben jedes und jeder Einzelnen hat sich durch diese Pandemie grundlegend geändert – sei es im Privaten, dem Beruf oder im Hinblick auf unser Engagement in und mit den Kinder- und Jugendfeuerwehren. Als Deutsche Jugendfeuerwehr wissen wir um unsere besondere Verantwortung. Unzählige Jugendfeuerwehr wart*innen engagieren sich zugleich als aktive Feuerwehrfrauen und -männer, rücken zu Einsätzen aus und unterstützen seit Wochen die Einsatzkräfte sowie Krisenstäbe in der Bewältigung der Corona-Krise. Ihre Gesundheit gilt es ebenso zu schützen, wie die unserer Mitglieder in den Jugendfeuerwehren und Kindergruppen sowie ihrer Familien.

In der Videokonferenz des Deutschen Jugendfeuerwehrausschusses vom 23.04.2020 wurde daher gemeinsam verabredet:

  • Der Bundesentscheid im Internationalen Bewerb entfällt im September 2020. Er wird auf das Jahr 2021 verschoben. Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Ausrichtern: der Jugendfeuerwehr Bayern, der Kreisjugendfeuerwehr Schwandorf sowie den Feuerwehren in Burglengenfeld und der Umgebung. Herzlichen Dank für den sehr konstruktiven Austausch insbesondere in den letzten Wochen und für ihre Bereitschaft, den Bewerb im kommenden Jahr auszurichten. Über einen konkreten Termin werden wir noch informieren.
  • Das geplante Symposium „Vielfältige Projekte der Jugendfeuerwehren“ in Burglengenfeld entfällt zunächst ersatzlos.
  • Der Deutsche Jugendfeuerwehrtag entfällt im August 2021. In Absprache mit den Ausrichtern der Saarländischen Jugendfeuerwehr, der Kreisjugendfeuerwehr Saarpfalz-Kreis und der Feuerwehr Homburg wird dieser auf das Folgejahr verschoben. Auch hier haben die Verantwortlichen vor Ort in dem engen Kontakt der letzten Wochen deutlich signalisiert, den DJF-Tag 2022 ausrichten zu wollen. Dafür unseren herzlichen Dank. Über einen konkreten Termin werden wir noch informieren.
  • An den Planungen der 2. Gemeinsamen Tagung der Fachausschüsse vom 9. bis 11. Oktober 2020 halten wir zunächst fest. In Absprache mit den Bundesländern gilt es jedoch zu klären, ob die Fachausschüsse tatsächlich gemeinsam oder besser getrennt voneinander tagen.

Die Entscheidungen wurden vor folgendem Hintergrund getroffen:

  • Die pandemische Lage ist zu diesem Zeitpunkt und vermutlich in den nächsten Wochen und Monaten sehr dynamisch und nicht verlässlich einzuschätzen. Für die ordnungsgemäße und gute Durchführung von Veranstaltungen für unsere Kinder und Jugendlichen braucht es aber eine angemessene Vorlaufzeit und eine verbindliche Planung.
  • Werden Veranstaltungen durchgeführt, sind auch perspektivisch ausreichend Hygienemaßnahmen gefordert, um das Infektionsrisiko einzudämmen. In Bezug auf die Durchführung unserer Wettbewerbe sind diese unserer Ansicht nach schwierig einzuhalten – mit Kindern und Jugendlichen sowie deren Betreuer*innen, die Schutzmasken tragen, in Schulräumen übernachten und gesammelt verpflegt werden.
  • Hinzu kommt die mögliche Ansteckungsgefahr in Vorbereitung auf die Veranstaltung, währenddessen und im Anschluss daran. Dieser Gefahr wollen und werden wir schlichtweg niemanden aussetzen.

Und wie geht es weiter?

Die Deutsche Jugendfeuerwehr ermöglicht allen Fachausschüssen, den Arbeits- und Projektgruppen sowie der Redaktion Lauffeuer, sich jederzeit online austauschen zu können. Konkrete Termine/Zugänge können gerne mit den zuständigen Mitarbeiter*innen im Bundesjugendbüro vereinbart bzw. besprochen werden. Die aktuelle Lage und die perspektivischen Entwicklungen werden fortwährend entsprechend der Entwicklungen neu bewertet. Dazu gehört auch ein regelmäßiger Austausch mit den Landesjugendfeuerwehrwarten / Landesjugendleitern der 16 Bundesländer. Auf der Internetseite der Deutschen Jugendfeuerwehr www.jugendfeuerwehr.de wird zeitnah außerdem eine Übersichtsseite eingerichtet. Auf dieser werden alle News, Updates und grundsätzliche Informationen zu den Anpassungen aufgrund von Corona enthalten sein.

Die Bundesjugendleitung
Christian Patzelt, Matthias Görgen, Jörn-Hendrik Kuinke, Dirk Müller