Ein Zeichen setzen für gelebte Inklusion

Ein Raum voller Fachleute, engagierter Ehrenamtlicher und großer Fragen: Wie kann Inklusion in der Jugendfeuerwehr sichtbar, messbar und vor allem nachahmbar gemacht werden?

Seit dem Start im Jahr 2024 verfolgt das Projekt „Eine für alle – Jugendfeuerwehr und Inklusion“ der Deutschen Jugendfeuerwehr ein klares Ziel: Ein inklusives Selbstverständnis soll fester Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in den Feuerwehren werden. Doch wie lässt sich gute Praxis erkennen und würdigen? Eine Idee, die derzeit intensiv diskutiert wird, ist ein bundesweites Inklusions-Label.

Mitte Januar kam der Beirat des Projekts in Berlin zusammen. Mit dabei waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., der Bundesvereinigung Lebenshilfe sowie weitere Partnerorganisationen und Expertinnen und Experten. Im Mittelpunkt stand die zentrale Frage, ob ein Inklusions-Label ein sinnvoller Weg wäre und ob es von den Jugendfeuerwehren angenommen würde. Ein solches Label könnte ein starkes Signal sein, es könnte sichtbar machen, wo Inklusion bereits vorbildlich umgesetzt wird und andere motivieren, ähnliche Wege zu gehen. Doch ein Label ist mehr als ein Pin zum Anstecken. Entsprechend lebhaft und konstruktiv fiel die Diskussion aus. 

Das Projektteam nimmt die vielen Impulse aus der Diskussion mit und wird nun einen fundierten Vorschlag erarbeiten, ob und in welcher Form ein Inklusions-Label eingeführt werden kann. Ziel ist es, besonders gelungene Beispiele als Vorbild für andere Kinder- und Jugendfeuerwehren zu etablieren. Denn gelebte Inklusion entsteht nicht durch Vorgaben – sondern durch Inspiration, Austausch und Mut zum Ausprobieren.