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Regionalkonferenz 2018

An der Regionalkonferenz Ende November 2018 in Regensburg in Bayern nahmen Leiter:innen von Kinderfeuerwehren, Betreuer:innen von Kindergruppen, aber auch Jugendwart:innen sowie Wehrleitende teil und bildeten sich für ihre Arbeit in und mit Kindergruppen weiter. Kinder in der Feuerwehr sind auch in Bayern im Trend.

Mehr als 80 Teilnehmende überwiegend aus Bayern wurden vom Vizepräsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hermann Schreck, und dem Projektgruppenleiter Kinder in der Feuerwehr, Michael Klein, begrüßt. Herausgestellt wurde, dass Kinder in der Feuerwehr dem Nachwuchsmangel in den Feuerwehren aufgrund des demografischen Wandels entgegenstehen und die Reihen füllen. Zugleich legen sich Kinder immer früher auf Hobbies fest. Ein frühzeitiges Angebot hilft, Kinder rechtzeitig zu gewinnen und an die Feuerwehr zu binden.

Doch Kindergruppen laufen anders als Jugendfeuerwehr. Dinge wie Aufsichtspflicht, Sicherheit im Gebäude, Beförderung im Auto, Datenschutz und Kindeswohl sind zu beachten. Im ersten von vier Workshops ging es dann um die Brandschutzerziehung. Nadine Krenz (Baden-Württemberg), Karin Plehnert-Helmke (Hessen) und Melanie Walter (Bayern) stellten den Musteraufbau einer Gruppenstunde vor und es konnten Erfahrungen mit Experimenten in der Praxis erlebt werden. Dabei wurde auch darauf eingegangen, worauf bei Kindern beim experimentellen Umgang mit Feuer zu achten ist.

Im Spiele-Workshop wurden mit den Teilnehmenden zahlreiche gruppendynamische Übungen und Spiele "rot lackiert", also mit Feuerwehrthemen aufgeladen, und gemeinsam ausprobiert. Etwas selbst zu erproben ist ein pädagogisches Prinzip, auf das Alexander von Steinen (Nordrhein-Westfalen), Petra Cornesse (Rheinland-Pfalz), Heike Vetter (Sachsen), Rita Schreier (Saarland) und Kathy Lorens (Brandenburg) eingingen. Die Spiele werden von der Projektgruppe bearbeitet und sollen in ein Spiel-Ergänzungsset einfließen.

Im Workshop zum Thema Vielfalt informierten sich die Teilnehmenden darüber, was der Begriff bedeutet und wie er mit der eigenen Biografie und Prägung verbunden ist. Dazu wurden die Dimensionen vonVielfalt und Identität benannt. Während Dinge wie Alter, Religion, ethnische Zugehörigkeit unveränderbar sind und einen großen Einfluss auf die Persönlichkeit haben, gibt es andere Dimensionen wie Gewohnheiten, Hobbies, Schulbildung, auf dem Land oder in der Stadt zu leben, die variabler sind und (selbst) beeinflusst werden können. Worauf bei Mädchen- und Jungenarbeit zu achten ist, bespielsweise die weibliche Technikbegeisterung zu fördern oder Kindern mit Handicap zu inkludieren, thematisierten DJF-Bildungsreferent Uwe Danker und Andrea Neuschulz-Kuskowiak (Niedersachsen).

Ebenso wichtig wie die Begleitung des Übertritts von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung ist es, den Übergang von den Kindergruppen zur Jugendfeuerwehr zu begleiten. Im Workshop von Michael Klein (Rheinland-Pfalz) und Kirstin Nimke (Thüringen) erarbeiteten die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen, wie die Kinder leichter, erfolgreicher und nachhaltiger in die Jugendfeuerwehr wechseln können. Die Palette reicht von gemeinsamen Zusammenkünften über Patenschaften und Elternabende bis hin zu Übergangsritualen.

Großes Interesse weckte auch die umfangreiche Lehrmittelschau mit Spielen, Büchern, Materialien und Experimenten (z. B. vom „Haus der kleinen Forscher“), die von Dieter Stein (Rheinland-Pfalz) dargeboten wurde.

Abgerundet wurde der Tag mit einer Überraschung: einem Grisu-Adventskalender für alle Teilnehmenden und einer Danksagung an das ehrenamtliche Engagement.