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Welche Auswirkungen hat der Krieg auf die Internationale Jugendarbeit?

Durch den Krieg sind auch die wertvollen Beziehungen im Internationalen Jugendaustausch betroffen. Für uns ist grundsätzlich klar, dass wir in unseren internationalen Netzwerken auch weiterhin stark für ein Miteinander in Europa werben und einstehen. Darüber hinaus gibt es aber auch Möglichkeiten, Kinder- und Jugendgruppen aus der Ukraine ganz konkret zu unterstützen.

Auf der Internetseite vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk findet Ihr unter dpjw.org/dpjw-foerderung-zur-unterstuetzung-ukrainischer-partner-einsetzen Informationen über die Fördermöglichkeiten von individuellen Aufenthalten und Programmen mit ukrainischen Gruppen, die bereits in Deutschland sind. Deutsch-polnische Partnerschaften, die ein Zeichen für den Frieden setzen und eine humanitäre oder öffentlichkeitswirksame Aktion durchführen wollen, können außerdem Kosten bis zu 1.000 Euro gefördert bekommen.

Intensive und teilweise sehr freundschaftliche Beziehungen sind in den vergangenen Jahren auch zwischen Jugendfeuerwehren und einzelnen Kamerad:innen aus Deutschland und Russland entstanden. Bereits kurz nach Ausbruch des Krieges informierte die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch wie folgt: „Durch den völkerrechtswidrigen kriegerischen Akt ist uns so bis auf weiteres die Grundlage entzogen, mit staatlichen russischen Strukturen zusammenzuarbeiten. Eine Förderung von Maßnahmen in Kooperation mit staatlichen russischen Verwaltungen ist vor diesem Hintergrund nicht mehr möglich. Auch alle weiteren Maßnahmen werden wir zunächst aussetzen und auf den Prüfstand stellen. … Aufgabe der Stiftung bleibt es, auch in diesen dunklen Tagen, Menschen der Zivilgesellschaft dabei zu helfen, zueinander zu finden und sich auszutauschen.”

Dieses Statement unterstützt die Deutsche Jugendfeuerwehr und empfiehlt, die Planungen für Maßnahmen in der Internationalen Jugendarbeit mit und in Russland mindestens zu prüfen bzw. weitestgehend davon abzu- sehen. Dabei ist uns bewusst, dass es für uns, unsere Mitgliedsverbände und einzelne Gruppen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten enge Verbindungen mit russischen Kamerad:innen und Organisationen gepflegt haben, eine besondere Herausforderung wird, den aktiven Austausch einzufrieren und gleichzeitig die Chance auf eine Wiederaufnahme der Kontakte nicht gänzlich zu zerstören.