Kinder- und Jugendschutz

Der Kinder- und Jugendschutz ist eine zentrale Grundlage der Arbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren. Kinder und Jugendliche sollen die Feuerwehr als sicheren Ort erleben, an dem Gemeinschaft, Vertrauen, Respekt und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung und der allgemeinen Jugendarbeit tragen wir eine besondere Verantwortung für das körperliche, seelische und soziale Wohl der uns anvertrauten jungen Menschen.
Mit unserer Grundsatzerklärung zum Kinderschutz haben wir 2025 verbindlich festgelegt, ein umfassendes Kinderschutzkonzept für die Deutsche Jugendfeuerwehr aufzubauen. Dazu gehören eine Risikoanalyse unserer eigenen Strukturen, verbindliche Verhaltensregeln, Qualifizierungsangebote, Beschwerdewege für Kinder und Jugendliche und ein klares Verfahren für den Verdachtsfall. Diese Bausteine erarbeiten wir Schritt für Schritt und veröffentlichen sie hier, sobald sie beschlossen sind.
Was steckt hinter Kinderschutz, Kindeswohl und Jugendschutz?
Kinderschutz bezeichnet die Maßnahmen, mit denen das Kindeswohl gesichert wird: Gewalt und Grenzverletzungen vorbeugen, Gefährdungen früh erkennen und im Ernstfall richtig handeln. In der Feuerwehr bedeutet das, die eigenen Strukturen auf Risiken zu prüfen, verbindliche Regeln für das Miteinander zu vereinbaren, Betreuende zu qualifizieren, Kindern und Jugendlichen wirksame Beschwerdewege zu eröffnen und vorher zu klären, wer bei einem Verdacht was tut. Kinderschutz beginnt damit lange vor dem Ernstfall und ist Aufgabe der Feuerwehr als Ganzes, nicht einzelner Personen.
Kindeswohl beschreibt, was ein Kind braucht, um gut und sicher aufzuwachsen: verlässliche Fürsorge, Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung, tragfähige Beziehungen und die Möglichkeit, sich körperlich, geistig, seelisch und sozial zu entwickeln. In der Feuerwehr bedeutet das, jungen Menschen eine sichere, wertschätzende und unterstützende Umgebung zu bieten, in der sie sich angenommen fühlen und ihre Persönlichkeit entwickeln können. Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt, wenn Entscheidungen getroffen werden, die ein Kind betreffen.
Jugendschutz umfasst die gesetzlichen und gesellschaftlichen Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen Einflüssen und Gefährdungen. Das betrifft beispielsweise den Umgang mit Medien, Alkohol, Tabak, Gewalt oder jugendgefährdenden Inhalten. In der Feuerwehr bedeutet Jugendschutz, die gesetzlichen Vorgaben verlässlich einzuhalten und junge Menschen zugleich zu befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen selbst zu schützen.
Mehr zum Thema Kinder- und Jugendschutz findet Ihr in unserer Grundsatzerklärung zum Kinderschutz in der Deutschen Jugendfeuerwehr und in unserem Flyer Alle Achtung! Kinderschutz im Fokus