mask

Regionalkonferenz Kinder in der Feuerwehr

23. Oktober 2021 - online -

Kindergruppen in der Feuerwehr haben sich inzwischen bundesweit etabliert. Sie helfen, den Nachwuchs in den (Jugend-)Feuerwehren auch in der Zukunft abzusichern und mit wertvoller, inhaltlicher Arbeit eine weitere Zielgruppe zu erreichen. Kinder fangen bereits im Alter von sechs Jahren an, ihre Freizeit zu gestalten und ihren Freundeskreis aufzubauen. Feuerwehren und Jugendfeuerwehren bieten ihnen bereits frühzeitig die Möglichkeit, sich spielerisch entwickeln und entfalten zu können.

Die Workshopthemen

Die Regionalkonferenz „Kinder in der Feuerwehr“ am 23. Oktober bietet an sich über die Arbeit in Kindergruppen in den folgenden Workshops auszutauschen und fortzubilden:

  • Experimente in den Kindergruppen der Feuerwehr
  • Konfliktsituationen in Kindergruppen meistern
  • Mädchen in der Feuerwehr
  • Jedes Kind ist einzigartig
  • Feuerwehrtechnik in der Kinderfeuerwehr altersgerecht angewendet
  • Rechte und Pflichten in Kindergruppen
  • Spiele „rot lackiert“

Eine ausführliche Beschreibung der Workshops findet sich weiter unten!

Das Programm der Regionalkonferenz

08.45 bis 09.00 Uhr Ankunft im virtuellen Raum

09.00 Uhr Begrüßung und Einführung

09.30 Uhr Workshop-Phase 1 (45 Minuten)

10.30 Uhr Workshop-Phase 2 (45 Minuten)

11.30 Uhr Workshop-Phase 3 (45 Minuten)

12.30 Uhr gemeinsame Mittagspause und Austausch in virtuellen Breakingsrooms

13.30 Uhr Workshop-Phase 4 (45 Minuten)

14.30 Uhr Virtueller Markt der Möglichkeiten, Abschlussworte und Ausblick

15.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Die sieben Workshops werden in den entsprechenden Phasen jeweils parallel durchgeführt. Die Teilnehmenden haben damit die Möglichkeit, an insgesamt vier verschiedenen Workshops teilzunehmen. Um den Austausch und die Interaktion mit den Referierenden sicherzustellen, sind in der Regel 20 bis maximal 30 Teilnehmende pro Workshop geplant. Die Einladung kompakt als pdf-Download!

Zielgruppe der Veranstaltung sind sowohl erfahrene als auch unerfahrene Leiter:innen und Betreuer:innen von Kindergruppen. Darüber hinaus sind Entscheidungsträger:innen und Multiplikator:innen herzlich willkommen.

Die Regionalkonferenz Kinder in der Feuerwehr wird von der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt zusammen mit der gemeinsamen Projektgruppe "Kinder in der Feuerwehr" des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) und der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) ausgerichtet.

In der gemeinsamen Projektgruppe Kinder in der Feuerwehr werden die Bedarfe der bundesweit mehr als 42.000 Kindern in den Feuerwehren erörtert sowie bundeseinheitliche Empfehlungen erarbeitet. Darüber hinaus entwickelt die Projektgruppe Materialien für die konkrete Arbeit vor Ort und bietet Fortbildungsveranstaltungen an.

Ansprechpartner

Ansprechpartner im Bundesjugendbüro ist Bildungsreferent Uwe Danker. Telefon (030) 28 88 48 813 E-Mail danker@jugendfeuerwehr.de

 

Die Workshops im Einzelnen

Workshop-Titel

Experimente in den Kindergruppen der Feuerwehr

Einladungstext

In den Kindergruppen gibt es vielfältige Möglichkeiten, mit den Kindern zu experimentieren. Im Workshop findet Ihr Anregungen, um mit einfachen Mitteln – die jeder Mensch zuhause hat – spannende Gruppenstunden zu gestalten. Die Kinder erwerben Wissen aus verschiedensten Bereichen wie Natur, Technik und natürlich Feuerwehr – und haben dabei Spaß.

Konzeptidee des Workshops

Mitmachexperimente werden nicht nur vorgestellt, sie werden unter Anleitung selbst ausprobiert.

Von den Teilnehmenden selbst bereitzustellendes Material

Benötigte Materialien für die Experimente:

  • Glas, Papier (muss das Glas abdecken), Münze
  • Salz, Pfeffer, Plastiklöffel, Wollsocken (gewaschen)
  • Streichhölzer, Kleines flaches Schälchen, Wasser
  • Strohhalme dünn und dick und Knete (kleines Stück)

Referierende

Karin Plehnert-Helmke und Melanie Walter

.

Workshop-Titel

Konfliktsituationen in Kindergruppen meistern

Einladungstext

Gelegentlich haben Kinder miteinander, aber auch Betreuende und Kindergruppenleitungen untereinander Konflikte. Wie entstehen Konflikte? Welches Wissen über Konflikte ist erforderlich, um sie zu vermeiden oder zu lösen? Welche Konflikte können bei der Arbeit mit Kindern entstehen? Im Workshop werden Lösungsstrategien anhand konkreter Beispiele entwickelt.

Konzeptidee des Workshops

  • Einleitung mit einem Video zu einer Konfliktsituation (mit Kindern)
  • Gespräch/Diskussion über den Inhalt
  • Input für die Teilnehmenden (Vier-Ohren-Modell, Ich-/ Du-Botschaften/Eskalationsstufen/Eisbergmodell)
  • Erfahrungsaustausch
  • Besprechung konkreter Beispiele von Konflikten unter Kindern, mit Eltern oder zwischen Kinderbetreuenden - mit dem Ziel gemeinsam Lösungsansätzen zu erarbeiten

Referierende:

Jana Meißner

.

Workshop-Titel

Mädchen in der Feuerwehr

Einladungstext

Mädchen und Frauen gehören zu Feuerwehr, dennoch sind sie in der Feuerwehr insgesamt unterrepräsentiert. In den Kindergruppen ist das Geschlechterverhältnis gleichberechtigter; immerhin ein Drittel der Kindergruppen-Mitglieder sind Mädchen.

Ziel ist im Workshop über eine Sensibilisierung für Geschlechterrollen hinauszugehen und Handlungsanleitungen zu erarbeiten, die Mädchen-/Jungenarbeit ermöglichen und die „festgelegte“ Rollenmuster durchbrechen und Mädchen dauerhaft für das freiwillige Engagement in der Feuerwehr gewinnen.

  • Können Mädchen in der Kinderfeuerwehr mehr als nur basteln? Wie sind sie für Technik zu begeistern?
  • Sind Frauen stark genug für den Einsatzdienst? Können auch Männer Kindergruppen betreuen? Welche Vorbilderrollen bieten sich (zudem) an?
  • Was unterscheidet die Motivation von Mädchen und Jungen in der Feuerwehr? Was folgt daraus für die Kindergruppenarbeit? Welche Voraussetzungen und Maßnahmen braucht es, damit Mädchen noch willkommener sind?
  • Was meint eine geschlechterbewusste Kinder-/Jugendarbeit?

Konzeptidee des Workshops

In diesem Workshop werden die Voraussetzungen besprochen, um Mädchen für die Feuerwehr zu begeistern und konkrete Vorschläge  erarbeitet, damit sich Mädchen in der Feuerwehr noch willkommener fühlen und dauerhaft bleiben.

Referierende:

Karo Drebenstedt

.

Workshop-Titel

Jedes Kind ist einzigartig.

Einladungstext

Manche Kinder benötigen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Wie können wir Inklusion und individuelle Förderung in der Feuerwehr umsetzen? Dies diskutieren wir mit Euch in diesem Workshop.

Konzeptidee des Workshops

Welche Möglichkeiten bieten sich, um allen Kindern ein Mitmachen in der Feuerwehr zu ermöglichen? Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein und welche Bedarfe gibt es in den einzelnen Wehren?

Es soll hier eine Diskussionsgrundlage geschaffen werden, um mit den Teilnehmenden Lösungsstrategien zu besprechen, so dass auch mit Blick auf die Einsatzabteilung Möglichkeiten geschaffen werden könnten, Inklusion weiter voranzubringen.

Referierende:

Diana Nikolaus

.

Workshop-Titel

Feuerwehrtechnik in der Kinderfeuerwehr altersgerecht angewendet

Einladungstext

Wie kann ich Feuerwehrtechnik für die Zielgruppe der Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren richtig umsetzen sowie sachgerecht und spielerisch anwenden? Dies ist die Leitfrage des Workshops. Grundsätzliches und Praktisches wird geboten – immer mit dem Ziel, den Jugendfeuerwehr-Übungen nichts vorwegzunehmen.

Konzeptidee des Workshops

  • Pädagogische Grundsätze für die Kindergruppen in der Feuerwehr
  • Sicherheitsbestimmungen und Vorgaben
  • Negativbeispiele
  • Praktische Musterbeispiele
  • Vorbereitung und Durchführung
  • Material und Geräte
  • Angepasster Umgang mit Feuerwehrtechnik, Löschgeräten, Armaturen und Feuerwehrausrüstung
  • Sensibilisieren-Verstehen-Begeistern
  • Bereits bekannte Spiele übertragen auf das Thema Feuerwehr

Referierende:

Dieter Stein

.

Workshop-Titel

Rechte und Pflichten in Kindergruppen

Einladungstext

Kindergruppen laufen etwas anders als die Gruppen mit Jugendlichen. Worauf zu achten und was es zu wissen gibt, wird in dem Rechte & Pflichten-Workshop thematisiert:

  • Aufsichtspflicht
  • Sicherheit im Gebäude/im Feuerwehrhaus
  • Beförderung und Fahrten
  • Datenschutz
  • Kindeswohl

Konkrete Fragen werden beantwortet und Grundlagen für Rechte und Pflichten geschaffen. Dabei werden folgende Fragen thematisiert:

  • Unter welchen Umständen kann die Aufsichtspflicht übertragen werden?
  • Welcher Betreuungsschlüssel ist sinnvoll?
  • Wie sieht der Beförderungsschutz bei Fahrten aus?
  • Welches Gerät ist geeignet oder welche Gewichte dürfen Kinder tragen?
  • Was sind sensible Daten?
  • Was ist bei Kindeswohlgefährdung zu beachten?

Konzeptidee des Workshops

  • Einführung durch Referierende
  • Sammlung von Fragen und Geben von Antworten unter Einbindung der Teilnehmenden
  • Tipps für Weitergehendes

Referierende:

Marcus Moser und Uwe Danker

.

Workshop-Titel

Spiele „rot lackiert“

Einladungstext

In dem Spiele-Workshop werden mit den Teilnehmenden zahlreiche gruppendynamische Übungen und Spiele entdeckt oder gefunden, um sie gemeinsam weiter zu entwickeln. Es geht darum, Übungen und Spiele „rot zu lackieren“, sprich mit „Feuerwehr aufzuladen“.

Da wir hier selber schwer gemeinsam die Übungen ausprobieren können, gilt es umso mehr, sich in die Lage der teilnehmenden Kinder zu versetzen (Rollenwechsel). So fällt besser auf, worauf es bei der Anleitung und in der Gruppendynamik ankommt. Zusammen erarbeitet wird, was nur zum Spaß und wo in der pädagogischen Auswertung hinsichtlich Kommunikation, Teamarbeit etc. etwas zu betonen ist.

Die rot lackierten Spiele werden von der Projektgruppe später noch bearbeitet und sollen in ein Spielergänzungsset einfließen.

Konzeptidee des Workshops

  • Einführung (Bedeutung von Übungen und Spielen in der Jugendarbeit und für Kindergruppen)
  • Vorstellung von praktischen Übungen und Spielen (inkl. Erfahrungen)
  • Gemeinsame Suche nach bekannten Spielen und gruppendynamischen Übungen
  • Gefundene Spiele „rot lackieren“ und bewerten

Referierende:

Petra Cornesse, Alexander von den Steinen und Heike Vetter

Die Regionalkonferenz Kinder in der Feuewehr wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


Bisherige Regionalkonferenzen Kinder in der Feuerwehr

Für den Austausch und zum Fortbilden bot die gemeinsame Projektgruppe von DFV und DJF bereits mehrere Regionalkonferenzen an und zwar hier:

  • 2015 in Nordrhein-Westfalen (Telgte)
  • 2016 in Brandenburg (Blossin)
  • 2016 in Baden-Württemberg (Bruchsal)
  • 2018 in Bayern I (Franken/Lichtenfels)
  • 2019 in Bayern II (Oberpfalz/Regensburg) - weitere Infos dazu hier!

Nach den erfolgten Regionalkonferenzen in Telgte bei Münster (NRW), in Blossin (Brandenburg) und in Bruchsal (BaWü) sowie nun in Lichtenfels und Regensburg in Bayern liegen wichtige Etappen hinter uns. Mit allen 5 Konferenzen konnten mehr als 350 Teilnehmende erreicht werden. Die Leiterinnen und Leiter von Kinderfeuerwehren, Betreuerinnen und Betreuer von Kindergruppen, aber auch Jugendwartinnen und Jugendwarte sowie Wehrleitende tauschten sich über die Arbeit in und mit Kindergruppen aus und bildeten sich zudem auf den Regionalkonferenzen fort.

Regionalkonferenz in Bayern 2018

Kinder in der Feuerwehr sind attraktiv und ein bundesweiter Trend, auch in Bayern.

Über 80 Teilnehmende überwiegend aus Bayern wurden vom DFV-Vize-Präsidenten Hermann Schreck und dem Projektgruppenleiter Kinder in der Feuerwehr Michael Klein begrüßt. Herausgestellt wurde, dass Kinder in der Feuerwehr dem demografischen Wandel mit immer weniger Jugendlichen entgegenstehen und die Reihen füllen. Zugleich orientieren sich Kinder immer früher an Peers und legen sich auf Hobbies fest. Ein frühzeitiges Angebot hilft, Kinder rechtzeitig zu gewinnen und an die Feuerwehr zu binden.

Doch Kindergruppen laufen anders als die Jugendfeuerwehr. Auf was alles zu achten ist, wurde in verschiedenen Austauschrunden thematisiert: Aufsichtspflicht, Sicherheit im Gebäude, Beförderung im Auto, Datenschutz und Kindeswohl. Dann ging es in vier vertiefenden Workshops weiter.

In dem Workshop von Nadine Krenz (Baden-Württemberg), Karin Plehnert-Helmke (Hessen) und Melanie Walter (Bayern) stand unter dem Titel Brandschutzerziehung. Der Musteraufbau einer Gruppenstunde wurde vorgestellt und es konnten Erfahrungen bei Experimenten in der Praxis erlebt werden. U.a. der Frage, was Feuer benötigt, wie Sauerstoff, Brennstoff und Temperatur (Verbrennungsdreieck), wurde nachgegangen. Oder auf was bei Kindern beim „experimentellen Umgang mit Feuer“ zu achten ist.

Im Spiele-Workshop wurden mit den Teilnehmenden zahlreiche gruppendynamische Übungen und Spiele „rot lackiert“, sprich mit „Feuerwehr aufgeladen“ und zusammen wurden die Spiele dann ausprobiert. Das selber erproben ist ein pädagogisches Prinzip, so Alexander von Steinen (NRW), Petra Cornesse (Rheinland-Pfalz), Heike Vetter (Sachsen), Rita Schreier (Saarland) und Kathy Lorens (Brandenburg). Auch hier ist der Rollenwechsel gut, um sich besser in die Lage der Kinder als spielende Teilnehmende versetzen zu können. Es fällt leichter auf, auf was es bei der Anleitung ankommt. Die rotlackierten Spiele werden von der Projektgruppe bearbeitet und sollen einem Spielergänzungsset einfließen.

In dem Workshop zum Thema Vielfalt informierten sich die Teilnehmenden darüber, was unter Vielfalt zu verstehen ist, wie dies mit der eigenen Biografie und Prägung verbunden ist. Dazu wurden die Dimensionen der Vielfalt und Identität benannt, manches wie Geschlecht, Alter, Religion, ethnische Zugehörigkeit sind unveränderbar und haben einen großen Einfluss darauf, wie Mensch oder eine Persönlichkeit ist. Andere Dimensionen, wie Gewohnheiten, Hobbies, auf dem Land oder in der Stadt zu leben oder eben die Schulbildung u.v.a.m. sind variabler und können (auch selbst) beeinflusst werden. Auf was wir bei Mädchen- und Jungenarbeit achten sollten, wie zum Beispiel die weibliche Technikbegeisterung zu fördern, oder bei Inklusion gegenüber Kindern mit Handicap eine lösungs- und handlungsorientierte Haltung zu entwickeln, so der DJF-Bildungsreferent, Uwe Danker und Andrea Neuschulz-Kuskowiak (Niedersachsen), bewirken Vielfalts-Potentiale und freiwilliges Engagement zu nutzen.

Ebenso wichtig wie der Übertritt von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung, ist der Übergang von den Kindergruppen zur JF zu begleiten. In dem Workshop von Michael Klein (Rheinland-Pfalz) und Kirstin Nimke (Thüringen) erarbeiteten die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen, wie die Kinder leichter, erfolgreicher und nachhaltiger in die Jugendfeuerwehr wechseln. Die Palette reichte von gemeinsamen Zusammenkünften über Patenschaften und Elternabend bis zu Übergangsritualen.

Großes Interesse weckte auch die umfangreiche Lehrmittelschau mit Spielen, Büchern, Materialien und Experimenten (z.B. vom „Haus der kleinen Forscher“), die von Dieter Stein (Rheinland-Pfalz) dargeboten wurde.

Abgerundet wurde der Tag Ende November in Schney/Lichtenfels mit einer Überraschung: einem Grisu-Adventskalender für alle Teilnehmenden und einer Danksagung an das ehrenamtliche Engagement.

(Text: Uwe Danker)

Regionalkonferenz in Baden-Württemberg 2016

Mit 80 Teilnehmenden aus Süddeutschland war die dritte und letzte Regionalkonferenz Kinder in der Feuerwehr sehr erfolgreich. Betreuende und Leitende von Kindergruppen sowie Gründer von Kinderfeuerwehren vor allem aus Baden-Württemberg, aber auch aus Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen teil. Weit mehr wollten noch teilnehmen, konnten aber aus Kapazitätsgründen nicht.

Die gemeinsam DFV-DJF-Projektgruppe Kinder in der Feuerwehr freute sich erneut der großen Nachfrage und bot den Teilnehmenden nach einer Begrüßung, einen Exkurs in „Rechte und Pflichten für Gruppenleitende“ und Workshops zu verschiedenen Themen.

Der Projektgruppenleiter, Michael Klein, von der Feuerwehrschule der Leiter Thomas Egelhaaf sowie Führungslehrer Torsten Rönisch, und der Bildungsreferent der DJF, Uwe Danker. Alle unterstrichen die hohe Bedeutung für die Nachwuchssicherung für die Feuerwehren und den erfolgreichen Trend, der Kindergruppen. Doch nicht alleine der demografische Wandel solle Motiv sein, Kindergruppen zu gründen, sondern die allgemeine Jugendarbeit. Viele sozial Kompetenzen sowie feuerwehraffine Fertigkeiten werden bereits mit in Kindergruppen erlernt und zahlen sich für die Feuerwehr und die Gesellschaft aus.

Für die verantwortungsvolle Aufgabe tauschten sich die Teilnehmenden in einem Worldcafé zu "Rechte und Pflichten" aus: Unter welchen Umständen kann die Aufsichtspflicht übertragen werden (u.a. Volljährigkeit), welcher Betreuungsschlüssel ist sinnvoll (2:10), wie sieht der Beförderungsschutz bei Fahrten aus (Sitzkissen/Gurte), welches Gerät ist geeignet (bspw. D-Schläuche oder Kinder dürfen nur 10% ihres Körpergewichts tragen), was sind sensible Daten (bspw. Verknüpfte Daten von Namen und Geburtstag) oder was ist bei Kindeswohlgefährdung zu beachten (Ruhe bewahren und sich weiterinformieren (http://www.jugendfeuerwehr.de/schwerpunkte/kindeswohl/).

In drei Workshops nahmen sich anschließend die Teilnehmenden gruppendynamische Übungen vor, werteten für die Teamarbeit relevanten Zusammenhänge aus und entwickelten gemeinsam Spiele, die auf Feuerwehr getrimmt wurden. Aus dem Spiel Obstsalat wurde Feuerwehrsalat oder aus Montagsmaler die Feuerwehrmaler, kurz „Spiele rot anmalen“. Mit viel Spaß wurden viele Erfahrungen gesammelt.

„Brandschutzerziehung und Praxis“ war Thema eines anderen Workshops. Gemeinsamkeiten, Berührungspunkte, aber auch Unterschiede weist der Brandschutzerziehung mit der Jugendarbeit in Kindergruppen auf. In Kindergruppen setzen wir uns dauerhaft, langfristig auseinander. Themen um Feuerwehr werden spielerisch, auch mit Basteln und Malen angegangen. Die BSE setzt an der Aufklärung an, die Kindergruppen fördern mehr die Persönlichkeitsentwicklung. Damit den Kindern später in der Jugendfeuerwehr nicht langweilig wird, sollten die Inhalte unter anderen Fragestellungen behandelt und in einer anderen Form erfahrbar gemacht werden. So sind nicht alle Knoten und Stiche zu lernen oder Löschangriffe gehören bei Kindergruppen nicht zum Übungsdienst, aber Wasserspiele und Experimente etc.

Auch der Workshop zum Thema „Übertritt statt Ausstritt“ griff dies mit auf. Beide Seiten, die auf der Kindergruppe und die auf der Jugendfeuerwehr-Seite müssen den Übergang organisieren, um möglichst wenig Austritte zu haben. Dazu wurden verschiedene Ideen entwickelt und bearbeitet, die die Übergabe vorgreifen und einen gelungenen, leichten Übertritt gewährleisten sollen. Gemeinsame Gruppenstunde, gemeinsame Veranstaltung (bspw. Feuerwehrolympiade), Elternabend oder eine Übergaberitual sind geeignete Mittel.

Im Fazit wurde die neue Landesfeuerwehrschule ebenso gelobt, wie das Engagement der Freiwilligen, die teilnahmen oder die Konferenz als Referenten_innen umsetzten.

Rückfragen bitte bei: Uwe Danker, Bildungsreferent der DJF