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Regionalkonferenz 2016

Mit 80 Teilnehmenden aus Süddeutschland war die Regionalkonferenz 2016 in Bruchsal (Baden-Württemberg) sehr erfolgreich. Betreuende und Leitende von Kindergruppen sowie Gründer von Kinderfeuerwehren vor allem aus Baden-Württemberg, aber auch aus Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen teil. Die Projektgruppe "Kinder in der Feuerwehr" freute sich über die große Nachfrage und bot den Teilnehmer:innen nach einer Begrüßung einen Exkurs in die Rechte und Pflichten für Gruppenleitende sowie Workshops zu verschiedenen Themen.

Projektgruppenleiter Michael Klein, Feuerwehrschulleiter Thomas Egelhaaf, Führungslehrer Torsten Rönisch und DJF-Bildungsreferent Uwe Danker unterstrichen den positiven Trend und die hohe Bedeutung der Kindergruppen für die Nachwuchssicherung der Feuerwehren. Doch nicht allein der demografische Wandel sollte das Motiv zur Gründung einer Kindergruppe sein, sondern die allgemeine Jugendarbeit. Viele sozialkompetenzen und feuerwehrnahe Fertigkeiten werden bereits in Kindergruppen erlernt und zahlen sich später für Feuerwehr und Gesellschaft aus.

In einem Worldcafé tauschten sich die Teilnehmer:innen zu "Rechten und Pflichten" aus: Unter welchen Umständen kann die Aufsichtspflicht übertragen werden (u. a. Volljährigkeit)? Welcher Betreuungsschlüssel ist sinnvoll (2:10)? Wie sieht der Beförderungsschutz bei Fahrten aus (Sitzkissen/Gurte)? Welches Gerät ist geeignet (u. a. D-Schläuche und Kinder dürfen nur 10 Prozent ihres Körpergewichts tragen)? Was sind sensible Daten (z. B. verknüpfte Daten von Namen und Geburtstag)? Was ist bei Kindeswohlgefährdung zu beachten (Ruhe bewahren und sich informieren beispielsweise unter Kindeswohl und Kinderrechte)?

In drei Workshops nahmen sich die Teilnehmenden gruppendynamische Übungen vor, werteten relevante Zusammenhänge für die Teamarbeit aus und entwickelten gemeinsam Spiele, die auf Feuerwehr ausgerichtet wurden. Aus dem Spiel "Obstsalat" wurde auf diese Weise "Feuerwehrsalat" oder aus "Montagsmaler" die "Feuerwehrmaler". Mit viel Spaß wurden viele Erfahrungen gesammelt.

"Brandschutzerziehung und Praxis" war Thema eines weiteren Workshops. Die Arbeit in den Kindergruppen weist Gemeinsamkeiten, Berührungspunkte, aber auch Unterschiede zur Brandschutzerziehung in der Jugendarbeit auf. In Kindergruppen werden Themen um die Feuerwehr spielerisch, mit Basteln und Malen angegangen. Zudem wird die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Inhalte der Jugendfeuerwehr sollten nicht vorgezogen, sondern in einer anderen Form erfahrbar gemacht werden. So sind nicht alle Knoten und Stiche zu erlernen und statt des Löschangriffe gehören Wasserspiele und Experimente zum Übungsdienst.

Im Workshop "Übertritt statt Ausstritt" wurde deutlich, dass sowohl Kindergruppe als auch Jugendfeuerwehr den Übergang organisieren müssen, um möglichst wenig Austritte zu verzeichnen. Dazu wurden verschiedene Ideen entwickelt, die die Übergabe erleichtern und einen gelungenen, leichten Übertritt gewährleisten sollen. Geeignete Mittel dafür sind gemeinsame Gruppenstunden, gemeinsame Veranstaltungen (z. B. Feuerwehrolympiade), Elternabende oder eine Übergaberitual.